Montag, 20. Dezember 2010

ich liebe dich

(Steffi)

Geständnis

Ich habe ein grosses Gefühl für dich.

Wenn ich an dich denke,
gibt es mir einen Schlag.
Wenn ich dich höre,
gibt es mir einen Stoss.
Wenn ich dich sehe,
gibt es mir einen Stich:
Ich habe ein grosses Gefühl für dich.

Soll ich es dir vorbei bringen,
oder willst du es abholen?

(Robert Gernhardt)

Ich verkünde und erkläre,
dass ich zwar kein König bin,
aber wenn ich König wäre,
wärest du die Königin.

(Frantz Wittkamp)

Was wir am Ende unseres Lebens

in Händen halten,

sind nicht unsere Leistungen und unsere Werke.

Wir werden uns zuerst und vor allem

der Frage stellen müssen,

wie viel wir geliebt haben.


(Willigis Jäger)


Das eigentliche Ziel des Daseins
besteht nicht darin,
zu lieben

auch nicht darin,

sich lieben zu lassen

es besteht einzig und allein darin,

Liebe zu werden.


Thomas Schied


Wenn du dich Mir stetig näherst

und dies mit ganzer Hingabe tust,

bis du eins wirst mit Meiner Liebe,

dann bin Ich das Ohr, mit dem du hörst,

das Auge, mit dem du siehst,

die Hand, mit der du greifst,

der Fuss mit dem du gehst.


Ausspruch aus den Hadithen


Sonntag, 19. Dezember 2010

Er sagte: Ja.


ich wurde nicht gefragt

bei meiner zeugung
und die mich zeugten
wurden auch nicht gefragt
bei ihrer zeugung
niemand wurde gefragt
ausser dem EINEN

und der sagte
ja

ich wurde nicht gefragt
bei meiner geburt
und die mich gebar
wurde auch nicht gefragt
bei ihrer geburt
niemand wurde gefragt
ausser dem EINEN

und der sagte
ja

(Kurt Marti)

Samstag, 18. Dezember 2010

Weihnachten



(Steffi)














"Im Gegensatz zu meiner Kindheit
Als ich einen Santa Claus erhoffte
Der, mit einem Sack Geschenken beladen
Die Regenrinne herab geklettert käme
Über die Dachziegel unseres Hauses hinweg
Wünschte ich mir als Erwachsene
Einen Nikolaus mit einem Sack
In dem er alles mitnehmen könnte
Was uns dieses Jahr brachte
Die Niederlagen, Tode und Kriege"

(Gioconda Belli)

Freitag, 17. Dezember 2010

Hallelujah Chorus

Jetzt freue ich mich direkt auf den nächsten Einkauf im Shopping Center :-)



Ich wünsche euch viel Vergnügen!

Donnerstag, 16. Dezember 2010

"Zum Fressen gern"


"Mir schickte einmal ein kleiner Junge eine Karte mit einer bezaubernden Zeichnung darauf. Ich liebte sie. Briefe von Kindern pflege ich immer zu beantworten - manchmal sehr flüchtig -, aber diese Karte hatte es mir angetan. Ich zeichnete für ihren Urheber eigens eine Monsterkarte und schrieb: "Lieber Jim: Deine Karte fand ich klasse." Später schrieb mir seine Mutter zurück: "Jim freute sich so sehr über Ihre Karte, dass er sie aufass."
Das war für mich eines der grössten Komplimente, die ich je erhalten hatte. Ihm war völlig egal, dass es sich um eine echte Maurice-Sendak-Zeichnung handelte, oder was auch immer. Er sah es, war begeistert und ass es auf"

(Maurice Sendak aus: "Offen wie der Himmel, weit wie das Meer", von Jack Kornfield)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Nick Vujic

Ich wünsche uns allen ein Herz, das sieht, wie wertvoll wir sind,





Dankbarkeit und ein grosses JA zum Leben.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Ein Lehrer


Ein heldenhaftes Opfer
In jener Zeit, da ich noch als Lehrer arbeitete, wurde ich auf einen Schüler aufmerksam, der bei den Abschlussprüfungen am Ende des Jahres in meiner Klasse von dreissig Schülern das Schlusslicht bildete. Ich sah, dass ihn das Ergebnis schwer deprimierte, also nahm ich ihn zur Seite.
"In meiner Klasse von dreissig Schülern muss schliesslich einer der Letzte sein,", sagte ich zu ihm. "In diesem Jahr hast du dieses heldenhafte Opfer erbracht, sodass keiner deiner Freunde die Schande erleben musste, der Letzte zu sein. Du bist sehr gütig und mitfühlend. Eigentlich verdienst du einen Orden."
Wir wussten alle beide, dass ich etwas völlig Blödsinniges sagte, aber er begann zu grinsen und sah sein schlechtes Abschneiden auf einmal nicht mehr als das Ende der Welt an.
Im nächsten Jahr zeigte er erheblich bessere Leistungen, und da war eben jemand anderes daran, ein heldenhaftes Opfer zu bringen."
(Ajahn Brahm, aus: "Die Kuh, die weinte", Lotos)


Diese kleine Erzählung erinnerte mich an meinen Matheunterricht. Ich bekam damals eine ungerechte, schlechte Zeugnisnote. Meine Freundin und ich wurden von unserer Mathelehrerin zur Aussprache nach Hause eingeladen. Dort hielt ich ihr protestierend mein Zeugnis hin und wartete darauf, dass sie es korrigierte. Sie nahm es, rechnete den Notendurchschnitt aus und kam auch zum selben Schluss: Die Note war falsch. Darauf blickte sie mir in die Augen und sagte ernst: "Gut, diese Note entspricht jetzt nicht deinen wahren Leistungen, aber der Lernstoff wird nächstes Jahr schwieriger und dann wirst du bestimmt diese Note haben." Sprach's und servierte mir zur Versöhnung ein Stück Kuchen.

Ihre Prophezeiung ging nächstes Jahr in Erfüllung.


Peter Bichsel war dreizehn Jahre lang Lehrer in einem Schweizer Dorf. Einmal wollte er Sprichwörter erklären, zum Beispiel: Man soll den Teufel nicht an die Wand malen. Er zeichnete einen grossen Teufel an die Wandtafel und fragte: "Nun, welches Sprichwort ist mit dieser Zeichnung gemeint?" Begeistert rief ein Kind: "Narrenhände beschmieren Tisch und Wände!"
(Anekdotenbuch)